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Das immaterielle Erbe der Bodenseeregion: Mobilität, Immobilität und gesellschaftlicher Wandel

Regionalprojekt In Arbeit Kultur & Wirtschaft 5. Leistungsperiode

Beschreibung

Das sogenannte "immaterielle Erbe" der Bodenseeregion ist vielfältig. Traditionelle Praktiken und Wissensformen sind jedoch eng an Institutionen und Orte gebunden, werden von unterschiedlichen Trägern gestützt und haben eigene Geschichten. Damit teilt das immaterielle Erbe einen fundamentalen Aspekt des lange stärker beachteten materiellen Erbes: Immobilität. Angesichts einer normativen Überhöhung von Mobilität ist festzuhalten, dass immaterielles Erbe in erster Linie durch Immobilität von Menschen bewahrt wird. Doch jene Immobilität ist heute mit Mobilitätsdynamiken konfrontiert, die Tourismus, Zu- und Abwanderung, und beschleunigten demographischen und medialen Wandel umfasst. Das Projekt untersucht anhand von Fallstudien die Probleme, mit denen Träger immateriellen Erbes heute konfrontiert sind. Folgende Fragen sollen dabei beantwortet werden: 

• Wer sind die aktiven Träger immateriellen Erbes? Wie wird Erbe “vererbt”? 
• Wie beeinflusst die Abwanderung junger Menschen aus der ländlich geprägten Region die Tradierung immateriellen Erbes? 
•Auf welche Weise steht das regionale immaterielle Erbe für Zugezogene offen? Welche Chancen bzw. Gefahren werden von den Trägern wahrgenommen? 
•Welchen Einfluss hat die Mediatisierung von Öffentlichkeit sowie der Event-Tourismus auf die Präsentation, Interpretation und Bewahrung des immateriellen Erbes? 
•Welche Steuerungsmöglichkeiten stehen den Trägern und anderen Akteuren zur Verfügung? Welche anderen gesellschaftlichen Bereiche profitieren von der Pflege immateriellen Erbes? 

Zum Abschluss wird eine Kollaborations­plattform eingerichtet, die Partnern und Trägern Vernetzung und gegenseitiges Lernen in Bezug auf kulturelle Identität angesichts demographischen Wandels ermöglicht. So trägt das Projekt zu einem besseren Verständnis und einer möglichen Steuerung nachhaltiger Regionalentwicklung bei.

Erfahren Sie mehr über das Projekt in einem Interview mit Leticica Labaronne und Felix Girke.

Projektdauer

01.01.2020 - 31.12.2021

Projektleitung

Leticia Labaronne

Kontakt

leticia.labaronne@zhaw.ch

Projektlead

Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften ZHAW

Beteiligte

  • Universität Konstanz
  • Vorarlberger Landeskonservatorium
  • Zürcher Hochschule der Künste ZHdK
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